Hilft Yoga gegen Depression?

Die Wirkung von Yoga bei Depressionen

 

Depressionen machen das Leben schwer. Betroffene leiden unter Erschöpfung, haben viele Zweifel und Sorgen. Erfahre hier, wie Yoga bei Depressionen hilft.

 

Nahezu jeder erlebt früher oder später in seinem Leben Situationen, die Depressionen auslösen können. Der Verlust eines lieben Menschen, stetige Überforderungen im Arbeitsalltag oder eine schwere Krankheit sind belastende Zustände im Leben. Auch das unnatürliche Schönheitsideal, dem niemand von Natur aus entspricht, welches subtil aber ständig vermittelt wird, kann sich belastend auswirken auf Menschen, die eben diesem falschen Ideal nicht entsprechen.

Depressionen machen sich allerdings nicht sofort bemerkbar, sondern beginnen schleichend. Monate oder sogar Jahre später erfolgt die Diagnose Depression. Die Zahl der an Depression Erkrankten nimmt immer weiter zu. Stetige Freudlosigkeit und Antriebslosigkeit machen den Alltag schwer bis unerträglich.

Die Niedergeschlagenheit führt bis hin zu Angstgefühlen und die sich ständig kreisenden negativen Gedanken beeinträchtigen das Denkvermögen. Dieser hohe Leidensdruck führt zu einem sehr eingeschränkten Leben und es entsteht ein herunterziehender Wirbel.

 

Jedoch lässt sich dieser Teufelskreis mithilfe von Yoga durchbrechen. Yoga sorgt für eine Pause von dieser negativen Gedankenspirale. Yoga erdet den Geist, holt den Körper aus der Starre und bringt wieder Bewegung ins Leben. Zusätzlich steigert Yoga das Selbstwertgefühl.

Egal was eine Depression auslöst, Yoga hilft dabei wieder ins Leben zurückzufinden. Das Ausüben von Yoga kann sogar vorbeugend helfen. Allerdings sind Depressionen ein ernst zu nehmendes Krankheitsbild, welches mithilfe von Ärzten behandelt werden sollte.

 

Auf dem Weg zu mehr Gesundheit ist Yoga eine wirkungsvolle Begleitung. Depressionen deuten sich in körperlichen und seelischen Symptomen. Genau da setzt Yoga an. Denn Yoga bedeutet Einheit und verbindet den Körper mit der Seele.

 

Bei Depressionen durch Yoga den Körper spüren



Durch Depressionen fühlt sich das Leben leer an. Eine innere Anspannung bedrückt. Das macht sich körperlich durch Fehlhaltungen bemerkbar, die Schmerzen und Verspannungen auslösen. Tägliches Yoga wirkt zum einen gegen innere Unruhe und besitzt auch positive Auswirkung auf den Schlafrhythmus, was etwas mehr Entspannung bringt.

Durch Yoga kommt auch ein bedrückter Mensch mit Depressionen wieder in Bewegung und kommt gleichzeitig zu Kräften. Denn Kreislauf und Stoffwechsel werden angeregt. Bei den Übungen ist jeder ganz bei sich selbst angekommen und spürt den Boden fest unter sich, findet sein Gleichgewicht und steigert Wohlbefinden. Es werden auch Grenzen entdeckt. Dann ist es wichtig innezuhalten, denn niemand sollte sich überfordern. Es geht darum, bei den Übungen die Anspannung und Entspannung auf sich wirken zu lassen.

Yoga hilft die eigenen Schwächen zu akzeptieren. Mit regelmäßigem Ausüben von Yoga lassen sich aber auch Stärken erkennen und ausbauen. Wer die Herausforderung annimmt, die Selbstwahrnehmung zu verbessern, kann mit der Zeit die eigenen Grenzen verschieben. Voraussetzung ist, sich ganz auf die Yogaübungen einzulassen. Dann lässt sich der eigene Körper ganz neu kennenlernen.

Studien haben gezeigt, dass selbst bei mäßigen Yogaübungen positive Effekte bei Herz und Kreislauf feststellbar sind. Außerdem verloren die Teilnehmer an Gewicht. Das alles obwohl die Trainingseinheiten zu leicht waren, um sich auf das Herz-Kreislauf-System auszuwirken. Außerdem wurden bei den leichten Übungen nicht viele Kalorien verbrannt.

Die vielen positiven Auswirkungen von Yoga lassen sich nicht auf einzelne Asanas herunterbrechen. Die Wirkung ist also nicht an einzelne Übungen gebunden. Yoga hilft im Allgemeinen dabei, von der Antriebslosigkeit ins Handeln zu kommen. Die Achtsamkeit beim Ausüben wirkt sich auch übergreifend auf andere Lebensbereiche aus und führt dazu, dass mehr auf sich geachtet wird. Yoga verhilft zu einer aufrechten Haltung, die sich auf das Wohlbefinden auswirkt und gedrückte Stimmung lindert.

 

Der Einfluss von Yoga und Atmung auf Depressionen



In den Alltag schleichen sich viele Fehler ein, welche die Atmung betreffen. Die gedrückte Stimmung von Depressionen zeigt sich auch in Fehlhaltung, wie zum Beispiel durch vorgebeugtes Sitzen am PC. Viele atmen dadurch zu flach. Vor allem Stress und Hektik führt zum viel zu schnellen Atmen. Außerdem wird zu oft durch den Mund geatmet. Egal bei welchen Schwierigkeiten oder Problemen, ist es ganz allgemein ein guter Ratschlag, erst einmal tief durchzuatmen. Yoga zu praktizieren ist noch tief gehender.

Ein wesentlicher Bestandteil von Yoga ist die Atmung. Sie wird abgestimmt auf die Bewegungen, was zunächst ein wenig Übung bedarf. Das richtige Atmen wirkt sich durchdringend auf Körper und Geist aus. Mittlerweile haben auch Studien bewiesen, dass Atemtechniken Neurotransmitter im Gehirn stimulieren können. Das ist deshalb wichtig, weil Depressionen Stoffwechselprozesse im Gehirn verändern.

 

Beispielsweise ist der Wert des Neurotransmitters Gamma-Aminobuttersäure (GABA) vermindert. GABA hemmt die Reizüberflutung, der wir täglich ausgesetzt sind, denn mithilfe von GABA werden die vielen Reize geordnet. Außerdem hilft es bei Konzentration und bei Entspannung. Yoga kann den GABA-Spiegel erhöhen.

Am Anfang von Yogaübungen halten viele den Atem an. Daher jede Übung achtsam durchführen und dabei auf lange Atemzüge konzentrieren. Das lässt ruhiger und gelassener werden. So trainiert Yoga tiefer zu atmen, senkt den Cortisol-Spiegel und mindert Stress.

 

Bei Depressionen dient Yoga als Meditation für Körper und Seele


Eine Depression rückt alles Negative in den Vordergrund. Daher kommen auch während Yogaübungen schlechte Gedanken und negative Gefühle auf. Aber diese sollten sich nicht festigen können. Sonst besteht die Gefahr, sich in Vergangenem zu verlieren oder Belastendes zu vertiefen.

 
Alles Negative einfach ziehen lassen. Hierfür tief einatmen, langsam ausatmen und den Fokus auf die Atmung legen. Dabei den Boden unter den Füßen spüren und standhaft bleiben. So wird Negatives abgemildert, weil es keinen Raum erhält, um sich auszuweiten.
 
Um zu noch mehr Entspannung zu finden, können Mantras selbst vorgesprochen oder angehört werden. Schon innerhalb kürzester Zeit konnten selbst langjährig unter Depressionen leidende Menschen große Verbesserung verspüren.

Wer beim Yoga lernt, den Fokus dauerhaft auf die Atmung zu richten, der lernt auch den Fokus im Leben auf das Positive, nämlich die eigenen Ziele, zu setzen und zu halten. Yoga öffnet den Geist, lässt Selbstliebe für sich entwickeln und ausbauen.
 
Wer täglich Yoga ausübt, schenkt sich selbst Zeit und Aufmerksamkeit. Das ist wichtig, wenn auch nur für ein paar Minuten, denn Yoga macht das Leben lebendiger. Es weckt Energie und schenkt Lebensfreude. Langfristig Spaß am Yoga führt zu Erfolg und Glück.

Yoga heilt Depressionen nicht, sondern ist als Ergänzung zur Therapie zu verstehen. Denn es lindert Stress, mildert Angstgefühle, stärkt Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Blockaden werden gelöst, angestauter Ballast von Wut, Trauer und Aggressionen werden ausgeleitet, Körper und Geist von Belastung befreit.
 
Freigesetzte Energie kann wieder fließen und in die gewünschte Richtung gelenkt werden. Mit Yogaübungen lässt sich die innere Haltung verbessern, daher wirkt Yoga sich positiv auf andere Lebensbereiche und auf die Lebensqualität aus.

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